--- And then... There was Silence... ---
Flieg

Du gingst durch die Tür
ein letzter Blick zurück
Bilder Deines Lebens zieh'n vorbei
Was bewegt Dich in diesem Moment?
Bist Du traurig... erleichtert...
oder einfach frei?

Wie gern würde ich Deinen letzten Gedanken lesen...
Deinen letzten Blick mit Deinen Augen sehen...
Mit Dir teilen was Du fühltest und für immer festhalten.

Ich war nicht da als Du gingst
doch ich ließ Dich nicht allein
Es tut mir leid... unendlich leid...

Du weißt...
nur Du weißt, wie unendlich gern
ich bei Dir gewesen wäre
würde alles dafür geben
doch kann nicht ändern wie es ist
Wie es ist...

Der Anruf...
Worte... viele Worte...
und das Weinen Deiner Freundin durch's Telefon
Ich kann nur schweigen und hör noch wie sie sagt:
"Sag doch was... bitte sag doch was..."
Was hätte ich sagen können... bitte sag mir, was...

Man erzählt mir später, drei Tage sprach ich nicht...
doch ich weiß es nicht
erinner mich kaum an diese Zeit
Ich glaube fast, ich war nicht mehr hier
sondern ganz nah bei Dir

600 km... anreisen in Deine Stadt
um zu treten an Dein Grab
Verzeih mir meine Kälte an dem Tag
und dass ich nicht lange blieb
Dein Gesicht so blass zu seh'n
war zu viel... zu viel

Tränen in so vielen Augen
die sich abfinden mit der Realität
Hier stehen sie und da liegst Du
man trägt Dich
legt Dich ganz sanft ab

Menschen nehmen Abschied
und ich hab keine Wahl
Fühl mich plötzlich isoliert
sonderbar sondiert
sag mir, bist das DU?

Ich laufe den Weg zurück ganz allein
ich kann nicht bei ihnen bleiben zum Schein
Meine Augen haben gesehen Dich
das fahle Gesicht
doch die Szenerie wirkt gestellt
... nicht echt ...
Alle waren da
gefehlt hast Du

Du... und ich...
wie oft haben wir über diesen Tag gesprochen
und wie oft hast Du mir erzählt
was sie sagen werden
über Dich

Wie oft hast Du mir gesagt
sie kennen Dich
doch sie verstehen Dich nicht
Nein... das taten sie wirklich nicht

Ich höre die Reden und verstehe kein Wort
Dieser Film ist nicht meiner
und unter Garantie
... nicht Deiner ...

Du wolltest nicht enden im nassen Grab
sondern frei wie ein Vogel am Himmel verglüh'n
als Asche im Wind an einem stürmischen Tag
die Flügel ausbreiten um frei zu sein

Warum haben sie das nicht gewusst

Nenn mich feige
ich werd mich nicht wehr'n
lauf davon ohne noch mal umzukehr'n
und jeder Schritt macht mich frei
losgelöst vom irdischen
in einer anderen Welt
Unendliche Stille, die ich inhalier'
Schritt für Schritt auf dem Weg zu Dir

Wo die Bäume den Horizont berühr'n
hast Du erwartet mich
draussen im Wald vor Deiner Stadt
wo Du so oft mit mir die Ruhe genossen hast
nehm ich den Drachen
den Du für mich hast gebaut
mit Anlauf bis der Wind ihn raubt

Du liegst nicht da
bist jetzt hier mit mir
der Drache fliegt bis an's Ende der Schnur
sie gleitet aus meiner Hand
Du bist frei

Flieg mein Engel... flieg
niemand gönnt Dir die Freiheit mehr als ich
Ich bin Du und Dein ist Mein
Du fliegst und wirst trotzdem bei mir sein
Niemals zuvor warst Du mir so nah
Ich lach Dich an.... lebe Dich jeden Tag

Einmal werd' auch ich geh'n und ich weiß Du bist da...

© ~Ronja~

5.11.06 20:34
 

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